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EP

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LOSLASSEN

Die Getreidefelder färben sich golden. Schwer neigen sich die Ähren. Die Ernte reift. Aus Indien stammt diese Geschichte:

„Ein Bauer trug einen Sack voll Weizen nach Hause. Er freute sich über das gute Korn. Da begegnete ihm Gott und bat den Bauern: «Schenk mir deinen Weizen!» Der Bauer öffnete den Sack und suchte das kleinste Korn heraus und reichte es Gott. Der verwandelte das kleine Weizenkorn in Gold und gab es dem Bauern zurück. Da ärgerte sich der Bauer, dass er Gott nicht den ganzen Sack voll Weizen geschenkt hatte.“

Offensichtlich hat hier jemand falsch gerechnet. Warum etwas verschenken? Doch krampfhaftes Festhalten bringt es am Ende auch nicht. Der Bauer ärgert sich. Er hätte seinen Weizen in die Hand Gottes geben können und wäre wirklich reich geworden. Denn Gott wollte seinen Segen schenken:

„Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ (2. Korinther 9,7f).

Aussaat ist Arbeit auf Hoffnung. Der Bauer gibt seinen Weizen aus der Hand und bestellt sein Feld. Das gilt für den Garten vorm Haus und die weiten Felder in der Börde. Das Geheimnis: Loslassen und glauben. Vertrauen, dass Gott seine Versprechen hält. Wer glaubt, gibt sich und alles in Gottes Hand. Nicht alles wird zu Gold. Aber alles steht unter Gottes Segen. Das ist mehr.

Gläubige bekennen zu allen Zeiten: An Gottes Segen ist alles gelegen.

Gesegnete Zeit
Egmond Prill


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