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Weihnachten – Friede sei mit euch!

Ausgerechnet Trump und Netanjahu öffnen neue Wege in Nahost

Weihnachten ist weltweit wie kein anderes Fest mit dem Wunsch nach Frieden verbunden. Das Sehnen nach Heil und Harmonie prägt dieses Fest. Freunde und Familien rücken zusammen, selbst Feinde vergessen für Tage den Hass. Im Ersten Weltkrieg trafen sich Heiligabend 1914 Feinde zwischen den Schützengräben. In verschiedenen Sprachen erklang über den blutigen Schlachtfeldern „Stille Nacht“.

Wieder feiern wir Weihnachten, das Christfest in Erinnerung an die Geburt des Heilandes zu Bethlehem im jüdischen Land. Das jüdische Lichterfest ist gerade vorbei. Acht Tage lang wird Chanukka gefeiert, in Israel und rings um den Globus strahlen die Leuchter. Es ist ein Fest des Friedens und der Freude. Gefeiert wird die Rückkehr nach Jerusalem am Ende schwerer Kämpfe vor mehr als 2000 Jahren. Der Aufstand der Makkabäer endete im Licht der Tempelweihe. Es begannen Jahrzehnte im Frieden.

Licht aus dem Orient

Das hoffen und wünschen wir Israel auch heute. Gerade das zu Ende gehende Jahr weckt Zuversicht. Zeichen des Friedens wohin wir schauen: Gleich mehrere arabische Staaten haben diplomatische Beziehungen zu Israel hergestellt. Sudan und aktuell Marokko sind afrikanische Länder, die mit Israel Verträge schließen. Sudan war über Jahre hin eine Drehscheibe für Terror und den Waffenschmuggel zur palästinensischen Hamas. Und nun leuchtet Licht aus dem Orient in die weihnachtliche Welt. Unvorstellbar noch vor Jahresfrist! Und es geht weiter: Der US-Sonderbeauftragte Jared Kushner erklärte dieser Tage, es sei nur eine Frage der Zeit, dass Israel und Saudi-Arabien zu einer Normalisierung kommen.

Es geschehen Wunder vor unseren Augen. Meine Frage ist, werden sie gesehen und werden sie gezeigt? Es gäbe doch täglich Sondersendungen im deutschen Fernsehen und ausführliche Reportagen zum Frieden in Nahost, wenn  -  ja, wenn der US-Präsident nicht den Namen Donald Trump hätte. Und der israelische Ministerpräsident nicht Benjamin Netanjahu heißen würde! Stellen wir uns nur einen Augenblick vor, der Friedensnobelpreisträger und Medien-Liebling Barack Obama hätte diese Wege gebahnt. Gäbe es nicht jeden Abend „ARD-Brennpunkt“, „ZDF-spezial“, „Weltspiegel“ im XXL-Format und den linkspopulistischen „SPIEGEL“ mit einer Sonderausgabe „Heiland Obama“ als Aktion in jedes Haus?

Dass gerade Netanjahus langjährige Friedenstrategie Früchte trägt, passt vielen nicht ins Bild. Und ausgerechnet der so geschmähte US-Präsident bringt Licht ins nahöstliche Dunkel. Wird er nicht bis zur Stunde nahezu zum diplomatischen Tölpel erklärt, der die feinen Manieren der „Friedenspolitik“ nicht beherrscht? Nun ist es ganz anders: Der in den Medien besonders hierzulande zerpflückte Friedensplan des US-Präsidenten öffnet neue Wege.

Vor genau drei Jahren, im Dezember 2017, verkündete Trump zur Überraschung der Welt, dass die USA ihre Botschaft nach Jerusalem verlegen werden und somit die Hauptstadt Israels anerkennen. Damals hatte ich in einem Kommentar gesagt und zitiere mich selber: „Diese Entscheidung gleicht einem Hieb durch den gordischen Knoten. Das Fadengewirr des Nahost-Konfliktes lässt sich leider nicht mit dem Ziehen an irgendeinem Faden lösen. Vielleicht ist dieses Ja zur Hauptstadt ein Schritt, der weiterführt. In Israel wird das Bekenntnis zu Jerusalem begrüßt.“

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin sagte seinerzeit: „Es gibt kein passenderes oder schöneres Geschenk zum 70. Jahrestag der Unabhängigkeit des Staates Israel. Jerusalem ist kein und wird nie ein Hindernis sein für einen Frieden derer, die Frieden wollen.“

Europa in der Sackgasse

Europa hofiert derweil weiter das Mullah-Regime im Iran, Deutschland sendet Grußadressen nach Teheran. Unvergessen wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 2019 dem Regime zum 40. Jahrestag der „Islamischen Revolution“ seine Glückwünsche sandte, „auch im Namen meiner Landsleute“. Deutschland und Europa sind mit ihrer „Palästina-Politik“ und ihren „road maps“ in Sackgassen geraten.

Im Internet kursiert immer noch die Info, unmittelbar nach der Anerkennung der Hauptstadt Jerusalem durch Donald Trump und der Ankündigung die US-Botschaft in eben diese zu verlegen, habe Merkel europäische Politiker angerufen und vor einem ähnlichen Schritt gewarnt. Schon, dass ihr das zugetraut wird, ist ein Skandal ohne Gleichen! Der Eindruck bleibt: Hauptsache gegen Trump. In diese Richtung ging auch ein Antrag von CDU/CSU und SPD (Drucksache 19/20594) in diesem Jahr. Mit Pathos forderte die Beschluss-Vorlage von der deutschen Regierung: „unsere vorhandenen Sorgen gegenüber der israelischen Regierung zum Ausdruck zu bringen und unserer dringlichen Forderung an die israelische Regierung, von einer Annexion von Teilen des Westjordanlandes und von dem weiteren Ausbau der Siedlungen abzusehen, die beide im Widerspruch zu internationalem Recht stünden, Nachdruck zu verleihen.“

Es heißt wirklich „dringliche Forderung“. Geht‘s noch? Freilich: Eine Steigerung gibt es doch: Die Warnung vom UN-Menschenrechtsrat mit dem Aufschrei: „Das ist eine Vision einer Apartheid im 21. Jahrhundert!“ Die Kommission droht: „Kritik ohne Konsequenzen wird die Annexion nicht verhindern!“ Die Weltorganisation gegen Trump und dessen Friedensplan.

Doch nach den USA ziehen andere Staaten mit ihren Botschaften nach Jerusalem. Der großartige tschechische Präsident Miloš Zeman hat Anfang des Jahres die Eröffnung einer diplomatischen Vertretung in Jerusalem angekündigt. Tschechien bricht aus der EU-Front gegen Jerusalem aus. Jetzt Anfang Dezember wurde dies im Gespräch zwischen dem israelischen Außenminister Gabi und dem tschechischen Außenminister Tomáš Petříček bekräftigt, dass Tschechien künftig in Jerusalem präsent sein wird. Ashkenazi: „Dies ist ein wichtiger Schritt, der auf die Freundschaft zwischen den beiden Nationen und die Anerkennung Jerusalems als ewige Hauptstadt des Staates Israel und des jüdischen Volkes hinweist.“

Gott schreibt Geschichte

Der Evangelist Lukas beginnt die Geschichte von der Geburt Jesu mit einer welthistorischen Einordnung: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“ Das Imperium Romanum, das römische Weltreich, war der geografisch-geschichtliche Raum für das Leben Jesu. Heilsgeschichtlich gesehen: Das war der „kairos“ Gottes, der passgenaue Zeitpunkt. Wie nie zuvor möglich eilen die Apostel mit dem Evangelium auf den römischen Straßen von Stadt zu Stadt, zahlen überall mit gleicher Münze und verständigen sich allerorts im Griechisch der damaligen Zeit.

Gott schreibt Geschichte inmitten aller Wirren der Weltgeschichte und oft mit eigenartigen Gestalten. Abraham war nicht der makellose Glaubensheld. Hatte er nicht vor Angst um sein Leben seine Frau als Schwester ausgegeben und dem Pharao ins Bett gelegt? War Mose nicht auch ein Mörder? Hatte nicht der große König David die Frau des Nachbarn geschwängert und deren Ehemann auf ein Himmelfahrtskommando in den sicheren Tod geschickt?

Heute sind Trump und Netanjahu auch schräge Karrieren mit Korruptionsvorwürfen und Frauengeschichten an der Backe. Und doch Menschen in der Hand Gottes. Weihnachten 2020 sehen wir neben Krieg und Terror im Nahen Osten Zeichen des Frieden. Und mehr als das: In ungeahntem Tempo und radikal wie noch nie werden aus alten Feinden neue Partner. In der arabischen Welt wächst das Interesse an Israel: Wirtschaft, Wissenschaft, Wasserhaushalt. Junge Araber lernen Hebräisch und Israelis sind begeistert von Dubai und Bahrain. In Europa gab es eine Zeit und eine Idee „Wandel durch Annäherung“. War diese Politik nicht auch einer der Wege zum Mauerfall und dem Ende des Sowjetkommunismus?

Der Prophet Jesaja jubelt: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die sagen zu Zion: Dein Gott ist König!.“ (Jesaja 52,7)

„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.“ (Jesaja 60,1-3)

Frieden für Israel!

Gesegnete Weihnachten für alle Welt!

 

Dezember 2020 ©Egmond Prill - Alle Rechte vorbehalten.
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