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Deutschland im Herbst – Vierteljahrhundert ohne Bußtag

Seit 25 Jahren hat Deutschland seinen Bußtag verloren. Er ist auf der Strecke geblieben, wurde abgehängt und abgeschafft. 1995 war es eine Regierung unter Führung der „Christlich“-Demokratischen-Union (CDU), die den Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag wegstrich. Nur der Freistaat Sachsen hat am 18. November 2020 diesen Tag noch als Feiertag im Kalender. Es ging damals um die Finanzierung der neu eingeführten Pflegeversicherung.

Und nun? Nun sind wir nahezu am Ende des Jahres 2020, ein Vierteljahrhundert ohne den offiziellen Tag der Einkehr und der Umkehr. Deutschland braucht keinen Tag zum Innehalten, zum Anhalten und zur Umkehr – oder? Ratlos und ziellos jagen wir in die Zukunft. Verlassen von allen guten Geistern geistern wir durch die Zeit. „Wir schaffen das!“ Und wir machen das., wir. Wir werden gestärkt aus der Krise hervorgehen, wir! Denn „Ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein“, wie eine andere sozialistische Regierung selbstherrlich erklärte.

Bußtage wurden früher oft nach schweren Kriegen, großen Katastrophen und verheerenden Pest-Zeiten ausgerufen. Mitten im Leid oder direkt nach dem Elend wurde gefragt: Was hat das mit uns zu tun? Wo sind wir schuldig geworden und haben das Unheil herauf beschworen? Heute sind wir stattdessen bei der Frage: Wie kann Gott das zulassen? Wie kann es sein, dass unser sonniges Leben plötzlich von Finsternis überschattet wird, Krankheiten und Krisen kommen? Übrigens: Die Geschichte vermerkt, dass ein erster Bußtag zusätzlich zu den jährlichen Buß- und Fastenwochen im Jahre 1532 in Straßburg ausgerufen wurde. Anlass war die drohende „Türkengefahr“, die Angst vor einer osmanischen Eroberung und Islamisierung des Abendlandes.

Und nun? Nun leben wir mitten in Europa mit den Schrecken islamistischen Terrors. In den vergangenen Wochen: In Berlin rast ein Terrorist in andere Autos, in Dresden werden Menschen auf offener Straße geschlachtet, in Paris ein Lehrer religiös geschächtet, in Nizza wird gemordet, Kirchen brennen und so weiter und so weiter

„O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort!“ (Jer. 22,29). Das schreit der Prophet Jeremia in schwerer Zeit hinaus.

Doch wir gehen unbeirrt weiter! Wohin eigentlich? Wo bleibt das Innehalten einer Regierung, die Fehler erkennt und bekennt? Wo bleibt der öffentliche Bußruf der Kirchen und Allianzen zur Umkehr? Wo hören wir die Bitte um Gottes Erbarmen inmitten des moralischen Untergangs unserer Gesellschaft und der Demontage des Rechtsstaates im Zuge einer Panikdemie, wo sogar Gottesdienste beschränkt und christliche Hauskreise quasi verboten werden? Es gibt Warnungen am Wege, Zeichen der Zeit, Gottes Mahnungen für unser Land und Volk. Wer sieht diese und wer sagt das?

Nochmals: Die DDR-Sozialisten spotteten: „Ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein!“ Pfarrer Oskar Brüsewitz, der sich in einem Fanal als Protest gegen den Kommunismus öffentlich verbrannte, war zuvor mit dem Banner durch den Ort gefahren: „Ohne Regen, ohne Gott geht die ganze Welt bankrott!“

Hören wir in diesen Zeiten die vorletzten Posaunen bevor die allerletzten Posaunen der Offenbarung ertönen? Von den offiziellen Kirchen hören wir so etwas wie „Friede, Freude, Eierkuchen“. Kein Wort zur Religionsfreiheit. Auch nicht im Ansatz wenigstens ein lauer Protest gegen die staatlichen Gottesdienstverordnungen. Erst recht nicht die Botschaft der Bibel im Klartext. Wo bleibt die Bitte um Gottes Geist und Gnade angesichts einer völlig verirrten Zeit?

„Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.“ (Galater 6,7f).

Die EKD-Leitung beschäftigt sich derweil mit Klimarettung und Seenotrettung; Bischof Bedford-Strohm fordert so etwas wie die sozialistische Reichensteuer. Unserem Volk und allen Völkern muss stattdessen das Wort Gottes gepredigt werden:

„Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider und kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott! Denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und es reut ihn bald die Strafe.“ (Joel 2,12f)

Umkehr beginnt mit dem Anhalten und dem Blick auf den Wegweiser. Umkehr vor einem Abgrund ist keine Schande, sondern das Gebot der Stunde. So werden wir wieder Land gewinnen.

Herr, wir stehen Hand in Hand

Otto Riethmüller (1889 - 1938))

  1. Herr, wir stehen Hand in Hand, die dein Hand und Ruf verband,
    stehn in deinem großen Heer aller Himmel, Erd und Meer.

    2. Wetter leuchten allerwärts, schenke uns das feste Herz.
    Deine Fahne zieht voran; führ auch uns nach deinem Plan.

    3. Welten stehn um dich im Krieg, gib uns teil an deinem Sieg.
    Mitten in der Höllen Nacht hast du ihn am Kreuz vollbracht.

    4. In die Wirrnis dieser Zeit fahre, Strahl der Ewigkeit.
    Zeig den Kämpfern Platz und Pfad und das Ziel der Gottesstadt.

    5. Mach in unsrer kleinen Schar Herzen rein und Augen klar,
    Wort zur Tat und Waffen blank, Tag und Weg voll Trost und Dank.

    6. Herr, wir gehen Hand in Hand, Wandrer nach dem Vaterland.
    Lass dein Antlitz mit uns gehn, bis wir ganz im Lichte stehn.

November 2020©Egmond Prill - Alle Rechte vorbehalten.
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