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Alles nur lustige Satire?

„Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motorrad, Motorrad. Das sind 1000 Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ne alte Umwelt-Sau!“

Ein im Ursprung harmloses Kinderlied macht Schlagzeilen. Wobei: Es sind nicht die lustigen Strophen, die Ältere aus Kindertagen kennen. Aufreger ist der neue Text zur alten Melodie, der darin gipfelt: „Oma ist ne alte Umwelt-Sau!“ Als es rasch und reichlich zum Teil wütende Proteste gab, wurde das Lied vom WDR kurzerhand als Satire verkauft und schließlich aus dem Netzt genommen. Dennoch gab der WDR-Intendant Buhrow schnell noch eine offizielle Entschuldigung ab.

Lockere Satire oder doch ein Fehlgriff? Hass und Hetze im öffentlich-rechtlichen Fernsehen von Millionen zwangsfinanziert? Aufregung in der BILD-Zeitung am Tag vor Jahresende „Rentner entsetzt über WDR-Schmählied – Wer heute in Deutschland Kinder und Enkel hat, möchte, dass sie lange, gesund und glücklich leben. Wer dieses selbstverständliche Miteinander sabotiert, auch noch mit Gebührengeldern, schadet dem sozialen Frieden in Deutschland.“ (BILD2019-12-30).

Die Dramatik liegt doch darin, dass es nicht eine alkoholisierte Stammtischrunde war, die das Lied verhunzte, sondern der Kinderchor des WDR ein solches Machwerk produzierte. Hier wurde mit Bedacht getextet und vermutlich nicht von Kindern. Und so kommt der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) zur Erkenntnis: „Dass ein Kinderchor missbraucht wird, um zu denunzieren und Umerziehung zu betreiben, spricht gegen die ‚Fernsehmacher‘ und erinnert fatal an die untergegangene DDR.“ (BILD ebd.). In der Tat, Diktaturen benutzen bis heute Kinder zur Verbreitung ihrer Ideologie. Und nur zu oft geht es gegen Traditionen, gegen das Alte und gegen die Alten. Siegesbewusst trällerte die „Freie Deutsche Jugend“(FDJ): „Wann wir schreiten Seit an Seit und die alten Lieder singen und die Wälder widerklingen, fühlen wir, es muss gelingen: Mit uns zieht die neue Zeit, mit uns zieht die neue Zeit!“

Dass Jugend aufgebehrt und aufsteht, ist nahezu Verpflichtung für jede neue Generation. Interessant ist, dass sich mit den Jahren bei jeder jungen Generation die zu forschen Stimmen mäßigen und am Ende das Leben fast deckungsgleich ins Leben der Alten mündet. Von wem auch immer formuliert, es hat was:

„Wer mit zwanzig Jahren nicht Sozialist ist, der hat kein Herz, wer es mit vierzig immer noch ist, hat kein Hirn."

Aber was die „Umwelt-Sau“ vom WDR betrifft und den Hype um Greta Thunberg und das freitägliche Schulschwänzen zur „Klima-Rettung“, ist weniger jugendlicher Übermut, als vielmehr zielgerichtete „Klima-Kampagne“ mit quasi-religiösen Zügen und der Verdammung Andersdenkender.

Kurz vor Weihnachten gab es den Tweet: „Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei.“

Dieser Spruch stammt nicht von Greta und ist ihr doch anzulasten. Denn die Bewegung „fridays for future“ atmet einen demokratiefeindlichen und menschenverachtenden Geist. Wer den Klimawandel abstreite, für den sei die Todesstrafe angemessen, notierte bereits vor Jahren Richard Parncutt, Professor an der Universität in Graz.

Der Radikalismus der „Klima-Aktivisten“ zeigt totalitäre Züge. Wer eine andere Meinung hat, wird als „Klima-Leugner“ ausgegrenzt, vielleicht bald an die Wand gestellt. Das zumindest war die jüngste Forderung von Greta. Kurz vor Beginn ihrer inzwischen legendären Bahnreise im ICE hatte sie erklärt: „Wir werden sicherstellen, dass wir sie an die Wand stellen und dass sie ihren Job machen müssen und unsere Zukunft schützen.“ (RND 2019-12-15).

Alles nur Satire und nicht so verbissen zu sehen? Oder steckt doch mehr hinter solchen Sprüchen und der „Oma als Umwelt-Sau“? Am 24. Juni 1924 wurde Walther Rathenau ermordet, Politiker, AEG-Chef und Jude. Seit Monaten bereits kursierte in den Kreisen der Demokratiefeinde das Lied (nach der Melodie „Lasst uns froh und munter sein“):

„Lasst uns froh und munter sein, schlagt dem Wirth den Schädel ein. Lustig, lustig trallerallala. Bald ist Wilhelm wieder da!“ Die erste Strophe richtete sich gegen den Reichskanzler Joseph Wirth. Die letzte Strophe gegen Walther Rathenau:

„Auch Rathenau, der Walther, erreicht kein hohes Alter!
Knallt ab den Walther Rathenau, die gottverdammte Juden-Sau!“

Januar 2020 ©Egmond Prill - Alle Rechte vorbehalten.
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