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Greta allein im Zug

Greta ist kommen, nun klingeln die Kassen – oder?

Das Bild ging durch die Medien: Greta allein im Zug. Umgeben von reichlich Gepäck, das von einer fünfköpfigen Familie stammen könnte, sitzt Greta erschöpft am Boden im ICE. Der Blick ausdruckslos ins Leere. Das Ende einer Weltreise zur Rettung der Menschheit.

Henry M. Broder wundert sich in seiner Kolumne „In vollen Zügen“ über die Umstände und die vielen Gepäckstücke: „Geschätztes Gesamtgewicht 50 Kilo. Und wir verstehen sofort, warum Greta sich entschlossen hat, mit dem Zug von Mailand nach Stockholm zu reisen. Keine Fluggesellschaft hätte ein solches Übergepäck angenommen, nicht einmal für einen satten Aufpreis.“ Broder fragt, ob das alles an Bord der beiden Yachten war und ob vielleicht doch jemand beim Ein- und Aussteigen geholfen hat. „Nicht, dass mich die Sorge um Gretas Wohlergehen umtreiben würde. Wer im Herbst zwei Passagen über den Atlantik auf Nussschalen geschafft hat, der muss zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl und wetterfest wie eine Outdoor-Jacke von 66 North sein. Ich will nur, dass die Legenden, die uns vorgesetzt werden, glaubwürdig sind. Sonst fühle ich mich verarscht.“ (WELT 16.12.2019)

Die 16jährige ist inzwischen hier in allen Medien präsent. Sie war Star-Gast in Kattowitz bei der „Welt-Klimakonferenz“. Sie reiste selbstverständlich zum „Welt-Wirtschaftsforum“ nach Davos, um der Menschheit zu verkünden, dass Reisen das Klima ändert und die Welt zerstört. Sie reiste auch nach Brüssel, um dort den Politikern ihre Weltsicht zu verkünden. Auf einem millionenteuren Katamaran schipperte sie nach New York zur UN-Vollversammlung und wieder zurück nach Europa, um auf der aktuellen „Welt-Klimakonferenz“ in Madrid zu sprechen. Nur nebenbei: Eine spezielle Crew für diese Atlantik-Überquerung wurde extra eingeflogen. Eine schwerkranke Autistin, die krankheitsbedingt eine beschränkte Insel-Wahrnehmung des Lebens hat und die Außen-Welt als Bedrohung empfindet, hatte bereits Anfang des Jahres ihr Programm verkündet: „Ich will, dass ihr in Panik geratet!“

Mit Klima kann der Staat Kasse machen

Ist diese Klima-Hysterie nicht längst kollektiver Wahnsinn geworden? Und zugleich eine Gelddruckmaschine, wie sie es noch nie gab? Sie verkaufen uns heiße Luft für teuer Geld. Das „Klima-Paket“ lässt die Kassen klingeln und nach Weihnachten geht das erst richtig los hier im Lande. Und per Dekret vom Staat wird sich unser Leben ändern. Siegessicher jubelt Barbara Schmidt-Mattern am vierten Advent im Deutschlandfunk: „Endlich ist die Debatte dort angekommen, wo sie hingehört: ins heimische Wohnzimmer, an den Stammtisch, in den Ortsverein. Welten und Generationen prallen da aufeinander. Hier unser Lebensstil – liebgewordene Gewohnheiten, Bequemlichkeiten, grassierender Konsum – dort eine überwiegend junge Generation, die um ihre Zukunft kämpft. Jeder Lebensbereich wird betroffen sein: Unsere Arbeitswelt, unsere Städte und Wohnungen, unsere Fortbewegung, unsere Essgewohnheiten werden sich in den kommenden Jahrzehnten fundamental verändern.“ (DLF 22.12.2019).

Nun, Kohlendioxid ist weder „Klima-Gas“ noch Gift, es steckt in jeder Sprudelflasche und ist neben Wasser und Mineralien der natürliche Pflanzendünger schlechthin.

„Kohlendioxid (CO2) sorgt dafür, dass die Luft wärmer wird. Klimaforscher warnen seit Langem vor den Folgen. Jetzt aber zeige sich ein positiver Effekt des Gases, das aus Autos, Fabriken und Kraftwerken strömt: Es dünge quasi Pflanzen, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin ‚Nature Climate Change". Das schrieb SPIEGEL (29.4.2016) bereits vor Jahren. Satelliten-Aufnahmen zeigen: Die Welt wird grüner. In den Niederlanden und in Israel wird CO2 natürlich in der Landwirtschaft genutzt, denn das Spuren-Gas „scheint den Bäumen gut zu bekommen. Auch im Experiment reagieren die meisten Pflanzen auf eine höhere Kohlendioxid-Menge mit erhöhtem Wachstum; Gärtner nutzen diesen Effekt, indem sie CO2 in ihre Gewächshäuser pumpen.“ (GEO  15.9.2003). In der israelischen Negev-Wüste wachsen Wälder, die es nach Ansicht mancher Wissenschaftler gar nicht geben kann.

Doch das passt nicht so wirklich ins Bild der „Klima-Experten“ und der Kinder, die Schule schwänzen zum Hobby gemacht haben. Freilich, dafür war das Ergebnis der Mammut-Konferenz in Madrid ziemlich mager. Denn: Einige Staaten denken, anders als die Deutschen, an ihre eigenen Völker und wissen, so innerhalb von fünf Minuten können wir nicht den Ängsten einer Autistin folgend die Welt verändern. Und so fragen sich viele: Ist dieser Welt-Klimazirkus mit geschätzten 25.000 (in Worten fünfundzwanzigtausend) Leuten aus aller Welt so „klimafreundlich“ angereist wie sie es anderen auferlegen wollen? Und die zusätzlich tätigen tausende Prostituierten, damit sich die Klima-Experten gut versorgt fühlen? 

Der moderne Turmbau zu Babel

Erinnert irgendwie an Babylon, an jenen Turmbau zu Babel, von dem die Bibel erzählt. Die Menschen waren in der weiten Ebene am Euphrat zusammen gekommen, um sich einen Namen zu machen, einen Turm in den Himmel zu bauen. War es die deutliche Botschaft nach oben: „Wir sind die Größten, größer als Gott!“? Gott dagegen muss sich weit herabbeugen um das Türmchen zu sehen, das in den Augen der Menschen als Größtes erscheint.

Wir retten die Welt, koste es, was es wolle! Das war immer schon die Hybris, der Größenwahn, von brutalen Diktaturen. Am Ende waren es immer totalitäre Regimes, Klassenkampf unter Lenin und Stalin, Rassenkampf unter Hitler und sonstige Weltenretter wie Mao in China, Pol Pot in Kambodscha und Kim aus Korea. Um die Menschheit zu beglücken, mussten Millionen sterben. Der Radikalismus der „Klima-Aktivisten“ zeigt totalitäre Züge. Wer eine andere Meinung hat, wird als „Klima-Leugner“ ausgegrenzt, vielleicht bald an die Wand gestellt. Das war die jüngste Forderung von Klima-Greta. Kurz vor Beginn ihrer Bahnreise hatte sie in Turin den Politikern erklärt: „Wir werden sicherstellen, dass wir sie an die Wand stellen und dass sie ihren Job machen müssen und unsere Zukunft schützen.“ (Redaktionsnetzwerk Deutschland 15.12.2019).

Vielleicht sprach Greta nur schlechtes Englisch. Broder schließt seine Kolumne mit dem Hinweis an Greta: „Jetzt könnte sie wieder in die Schule gehen und das Abitur machen. Nur für den Fall, dass der Weltuntergang verschoben werden muss.“

Dezember 2019 ©Egmond Prill - Alle Rechte vorbehalten.
www.egmond-prill.de

Dazu auch mein Kommentar von Februar 2019


Greta allein im Zug - Notwendiger Nachtrag:

„Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei.“

Dieser Spruch stammt nicht von Greta und ist ihr doch anzulasten. Denn die Bewegung „fridays for future“ atmet einen demokratiefeindlichen und menschenverachtenden Geist.

Die Zeitung DIE WELT schreibt am 23. Dezember:

„Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein?“, fragt Fridays for Future auf Twitter. Der Post zeigt: Die Klimajugend verkennt die Zeichen der Zeit und muss dringend konstruktiv werden. Weihnachten – das Fest der Liebe? FFF-Jugendliche haben einen Tag vor Heiligabend auf Twitter gezeigt, dass sie wenig halten von versöhnlichen Tönen zu Weihnachten. Auf dem Kanal der deutschen Klimabewegung heißt es: „Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei.“ Die Jugend versucht sich rauszureden: Satire, gezielt falsch verstanden. Luisa Neubauer, das bekannteste Gesicht der Aktivisten in Deutschland, gibt der „Satire“ erst ein „Like“, zieht das aber später zurück, als der Shitstorm längst wütet – unsouverän, aber immerhin ein Stück weit ein Schuldeingeständnis. Später entschuldigt sich die Bewegung auf ihrem Twitterkanal: „Wir möchten uns aufrichtig bei allen entschuldigen, die sich durch unseren satirisch gemeinten Tweet heute Morgen verletzt gefühlt haben.“

Wir, die Alten in Ost und West haben dieses Land nach der Katastrophe des Krieges aufgebaut. Noch mehr: Dieses Land wurde zu einem Wirtschaftsparadies mit dem Gedanken: Die nächste Generation soll es besser haben. Ich kenne noch Butterkarte und Mangelwirtschaft, bin nach (!) der Schule auf den Kartoffelacker. Es gab 25 Pfennig für einen schweren Korb. Kinderarbeit? Natürlich! Mit dem Handwagen wurde kilometerweit Heu für Kaninchen gekarrt, wurden Äpfel von Obstalleen gepflückt und gemostet. Keine Zeit zum Rumrotzen auf der Straße und zum Motzen gegen die Großeltern. Und nun sollen die nicht reinreden. Sie sollen schweigen und bald verschwinden!?

Querella“ schreibt im WELT-Forum: „Diese Großeltern sind in einer Zeit aufgewachsen, da würde die heutige Jugend schlicht behaupten, dass das unwürdig wäre. Kein fließend warmes Wasser, arbeiten auch samstags, in Urlaub fahren gab es in der Regel nicht und wenn, dann mit dem Bus. Ein eigenes Auto hatten die wenigsten. Lebensmittel wurden keine verschwendet und gekocht wurde zu Hause. Coffee to go Fehlanzeige. Zum Telefonieren musste man zum Telefonhäuschen. Es gab keine Computer und der Fernseher war schwarzweiß.“

An dieser Stelle wird nicht mit gleicher Münze zurückgezahlt, nicht von mir. Denn dieser Spruch stammt nicht von DER Jugend heute, die sich oft anders behaupten muss als Eltern und Großeltern. Doch Greta und ihre vom Wohlstand verwahrlosten FFF-Terroristen und INNEN müssen sich fragen lassen: Warum diese Hetze und die Spaltung der Gesellschaft? Und all jene kritiklosen Unterstützer dieser Weltuntergangssekte müssen sich fragen lassen: Warum streut ihr diesen Kindern Blumen, statt sie in die Schule zu schicken? All die Politiker von Merkel bis Steinmeier und weltweit auf den UNO-Konferenzen. Und die Kirchenfürsten, die Greta geradezu heilig gesprochen haben, vom EKD-Vorsitzenden Bedford-Strohm über Bischof Koch bis zum Papst.

Dezember 2019 ©Egmond Prill - Alle Rechte vorbehalten.
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