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Berlin 2019 - Al-Kuds-Tag der Israelfeinde

Gedanken zum Versagen der deutschen Politik im Blick auf Israel

Mitten in Berlin fordern Tausende das Ende Israels. Nicht mit schönen Worten, erst recht nicht mit Argumenten, sondern voller Hass genährt vom Glauben an Allah. Seit Jahren brennt in der deutschen Hauptstadt zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan die Fackel des Israelhasses.

„Kindermörder Israel“ und „Zionismus ist Rassismus“ heißen die Sprüche auf den Schildern. Es geht um die „Freiheit für Palästina“ und gegen den „Apartheidstaat Israel“. Mit der Wirklichkeit im demokratischen Staat Israel hat das alles nichts zu tun. Aber die Wahrheit ist für die Demonstranten vielleicht nicht so wichtig.

„Jerusalem-Tag“ (arabisch: Al-Kuds) ist offener Israelhass

Der inzwischen zur Tradition gewordene „Al-Kuds-Tag“ wurde vom iranischen Ayatollah-Regime unmittelbar nach der „Islamischen Revolution“ 1979 ausgerufen. Der letzte Tag im Ramadan ist dem Israelhass gewidmet. Das Ziel ist die islamische Eroberung Jerusalems und das Ende des Staates Israel. Die offiziellen Kirchen hierzulande hatten zuvor den Moslems einen gesegneten Ramadan gewünscht. Es mutet an wie „Friede, Freude, Eierkuchen“ wenn seit Jahren schon der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx (beide hatten in Jerusalem so mutig das Kreuz versteckt) sich mit Grüßen und Glückwünschen zum Fastenmonat überbieten, der immer auch und immer schon ein Kriegs- und Terrormonat war. Kirchlicher Klartext zum Al-Kuds-Ramadan? Fehlanzeige!

Der Iran hat in den vier Jahrzehnten den Worten Taten folgen lassen: Hamas, Hisbollah und andere können Terror über Israel bringen, weil die Ideologie und das Geld von den Ayatollahs kommen. Denen übrigens hatte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner mit wohl gesetzten Worten im Namen seiner Landsleute im Februar zum vierzigsten Jahrestag der „Islamischen Revolution“ gratuliert. Merkwürdig? Nicht wirklich! Steinmeier hatte auch in Ramallah am Grab des Terroristenführers Arafat im Mai 2017 einen Kranz niedergelegt, „im Namen Deutschlands“ versteht sich. So wirkt es etwas schräg, wenn dieser Steinmeier mit gesenkter Stimme den Antisemitismus verurteilt. Mancher würde es verlogen nennen. Vielleicht will er auch nur ein Zeichen setzen „gegen Rechts“, wie das immer so schön heißt.

„Jerusalem-Frage“ ist Prüfstein deutscher Politik

Aber am 1. Juni waren es vor allem Moslems, die in Berlin ihren Antisemitismus und ihre Israelfeindschaft zeigten. Die Antisemitismus-Beauftragte der AfD, Beatrix von Storch, hatte ein Verbot der Demo gefordert. Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte ein Verbot prüfen lassen, aber nicht wirklich Erfolg. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut des gefeierten Grundgesetzes. Wir brauchen kein Verbot, wir brauchen anständige Politiker, die dem Unsinn widersprechen. Noch mehr, aufrichtige Politiker, die Taten sprechen lassen! Die Maskerade mit Kippa bei der Gegendemo ist zu wenig und erscheint wie kurioser Klamauk. Erst recht, wenn der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein (CDU), vor Tagen vom Tragen der Kippa in der Öffentlichkeit abgeraten hatte. Fürs Fernsehen hatte sich der Felix dann am Al-Kuds-Tag die traditionelle jüdische Kopfbedeckung aufgestülpt. Was denn nun? Rein in die Kartoffeln oder raus? Klarheit hört sich anders an und Verbundenheit mit Juden hier im Lande und dem Land Israel sieht anders aus.

Reden wir nicht über Klein und Steinmeier, reden wir über Angela Merkel. Die deutsche Bundeskanzlerin hat mehrmals schon die Sicherheit des Staates Israel als „deutsche Staatsräson“ proklamiert. Hochherrschaftliche Worte! Oder doch nur leeres Getöse? An Stelle ihrer Anti-Trump-Rede in der Harvard-Universität in den USA wäre sie besser daheim geblieben. Nur für diese Beifall-heischende Ansprache so viele Flugmeilen über den Ozean und nächsten Tag zurück; wenn das „Klima-Greta“ wüsste?! Ja, ist hier nicht das Thema. Thema ist Deutschlands Verbundenheit mit Israel, gerade im Zeichen des Al-Kuds-Tages. Merkel hätte dem viel gescholtenen US-Präsidenten Donald Trump in diesem Punkt endlich folgen können: Jerusalem ist die Hauptstadt des Staates Israel.

Am jährlichen Al-Kuds-Tag in Berlin wird in Berlin verkündet: Jerusalem ist die Hauptstadt des Staates Israel. Und weiter: Zum jährlichen Gedenken der sogenannten „Kristallnacht“ und zur Erinnerung an das Wunder der deutschen Einheit, wird 30 Jahre nach dem Mauerfall, am 9. November 2019 die Bundesrepublik Deutschland ihre Botschaft in Jerusalem eröffnen.

Und fortan wird Deutschland bei israelfeindlichen Abstimmungen in der UNO abwägen und eher pro Israel sein. Das wäre ein erstes Zeichen gegen Antisemitismus, gegen Antizionismus und für Israel.

Ein Blick in die Bibel: „Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. Um des Hauses des HERRN willen, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen.“ (aus Psalm 122). Wer sich an die Seite Israels stellt, wird gesegnet werden. Das ist das Grundgesetz der Heilsgeschichte, festgeschrieben im Wort Gottes an Abraham: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“ Was Fluch heißt, kennt Deutschland aus dem Jahre 1945.

Juni 2019 ©Egmond Prill – Alle Rechte vorbehalten.
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