Start | Presse | Sitemap | Impressum | Datenschutz | AGB & Widerruf | Kontakt
EP

Herzlich willkommen!

Erleben Sie mich von und auf meiner sehr persönlichen Seite.

Raus aus der Jauche…

USA verlassen den „UN-Menschenrechtsrat“

Die Vereinigten Staaten unter Führung ihres Präsidenten Donald Trump sind aus dem „UN-Menschenrechtsrat“ ausgestiegen. Nach dem sogenannten „Klima-Abkommen“ und der „UN-Kulturabteilung UNESCO“ werden die USA einen weiteren internationalen Club zur Geldvernichtung verlassen.

Was ist geschehen? Die für die Durchsetzung der Menschenrechte zuständige Abteilung der UNO wurde 2006 geschaffen. Bereits die Vorgänger-Organisation hatte völlig versagt und machte einen Neustart nötig. Doch bis heute hat auch der „UN-Menschenrechtsrat“ wenig ausgerichtet – bis auf regelmäßige Verurteilungen des Staates Israel. „Die Nichtregierungsorganisation UN-Watch, die dem Treiben der Autokraten und Diktatoren in der UN auf die Finger schaut, hat eine niederschmetternde Statistik zusammengetragen für die ersten 10 Jahre des Rates zwischen 2006 und 2016. So wurde Israel mit weitem Abstand am häufigsten vom Rat verurteilt, ganze 68 Mal, das war mehr als dreimal so viel wie etwa das völkermordende syrische Regime ertragen musste, das auf Platz zwei liegt und nur 20 Mal verurteilt wurde.“ (WELT 21. Juni 2018).

Nikki Haley, die US-Botschafterin bei den „Vereinten Nationen“, nannte den „Menschenrechtsrat“ eine „Jauchegrube der politischen Voreingenommenheit.“ Die USA wollten nicht länger dieser "heuchlerischen und eigennützigen Organisation" angehören, welche "die Menschenrechte zum Gespött machen". Es war ein Ausstieg mit Ansage, denn die USA hatten versucht, das Gremium zu reformieren. Auch die Briten stellen sich gegen den Rat, der auch so gelesen werden kann „UNmenschenrat“. Denn regelmäßig wird in allen Dokumenten der „Programmpunkt sieben“ eingefügt, eine Verurteilung Israels. Der britische Außenminister Boris Johnson will fortan gegen jedes Papier stimmen, das diesen Passus enthält.

Israelhass sitzt fest in den Genen der UNO. Das Buch „Die UN-Gang – Erfahrungsbericht eines Insiders“ gibt Antworten. Pedro A. Sanjuan kam 1984 in die UN-Zentrale und gibt einen Blick hinter die Fassade der hehren Weltorganisation. Seine Offenbarungen schockieren selbst Skeptiker und Gegner der UNO. Sanjuan beschreibt in seinen Notizen einen Sumpf von Korruption, Spionage, Schlendrian und Selbstgefälligkeit. Und er bringt eines klar auf den Punkt: Die UNO ist verseucht durch Extremismus, Islamismus und Antisemitismus. Geschildert werden die antijüdischen Vorurteile selbst aus dem Munde des damaligen UN-Generalsekretärs Javier Perez de Cuellar. Der Autor geht ins Detail: „Wie ich festgestellt habe, ist das UN-Klima, besonders im Sekretariat, mit Antisemitismus geschwängert. Er ist überall zu spüren, weil es im Sekretariatspersonal so wenige Juden oder Israelis gibt.“ Sanjuan schreibt, dass ein Chagall-Fenster, das ursprünglich den meistbenutzten Personaleingang der Weltzentrale schmückte, von dort verbannt worden ist.

„Hat die antisemitische Kultur im Sekretariat die Israel-Politik der Vereinten Nationen beeinflusst? Mit Sicherheit! Sie spiegelte nicht nur die antisemitische und antiisraelische Stimmung in der Vollversammlung wider, sondern auch die Tatsache, dass die antisemitische Mentalität bei den Vereinten Nationen omnipräsent war – im Sekretariat, in der Vollversammlung und anderswo -, wobei sie sich mit besonderer Heftigkeit in der UNESCO, der UNIDO, der WIPO und anderen UN-Organisationen manifestierte.“ Sanjuan lenkt den Blick auf die von der UNESCO zu verantwortende Verurteilung des Zionismus als eine Form des Rassismus. Diese skandalöse Resolution Nummer 3379 wurde inzwischen wieder aufgehoben. Geradezu haarsträubend lesen sich die Notizen der Begegnungen mit dem damaligen Untergeneralsekretär Marrti Ahtisaari, dem späteren finnischen Staatspräsidenten. Der US-Amerikaner Sanjuan hält ein Zitat des Finnen fest: „Israel ist nur deshalb UN-Mitglied, weil es von Ihrem Land unterstützt wird. Für mich hat es noch weniger Legitimität als die PLO, und die PLO hat nur einen Beobachterstatus!“ Genau dieser Ahtisaari wurde später vom UN-Generalsekretär Kofi Annan zum Vorsitzenden jener UN-Kommission bestellt, die sich mit dem angeblichen israelischen Massaker in Jenin beschäftigte.

Nikki Haley betonte im Zusammenhang mit dem Ausstieg der USA aus dem „UN-Menschenrechtsrat“: "Schaut man sich die Mitgliedschaft des Rates an, sieht man eine entsetzliche Respektlosigkeit gegenüber den grundlegendsten Menschenrechten", und verwies auf Staaten wie Venezuela, China, Kuba und Kongo.

Alle diese UN-Gremien kosten Geld, viel Geld, westliches Geld. Die US-Administration kann viel Geld sparen, wie schon beim Abschied aus der UNESCO. Viele UN-Vertreter müssen fortan ihre nutzlosen Sitzungen, manche Orgien und Bordellbesuche anders finanzieren. Bleibt zum Schluss die Anmerkung, dass die Palästinenserführung gegen den Ausstieg der USA protestiert – und die Bundesrepublik Deutschland. Die Menschenrechtsbeauftragte der Merkelregierung, Bärbel Kofler, sagte: „Ich bin zutiefst enttäuscht. In Zeiten, in denen Multilateralismus und Menschenrechte überall auf der Welt unter großem Druck stehen, haben wir an Erhalt und Stärkung des Menschenrechtsrats ein großes Interesse.“

WELT-Autor Clemens Wergin setzt dagegen: „Die eigentliche Frage lautet vielmehr, warum europäische Staaten wie Belgien, Großbritannien, Spanien oder Deutschland, die derzeit im Rat sitzen, dem Beispiel der USA nicht folgen und endlich aufhören, dieses unsägliche Gremium mit ihrer Anwesenheit zu legitimieren.“ (WELT 21. Juni 2018). Oder drastisch gesagt: Raus aus der Jauche!

Juni 2018 ©Egmond Prill – Alle Rechte vorbehalten.
www.egmond-prill.de

Ältere Kommentare