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3. Oktober 2019 – Tag der Deutschen Einheit

Viele fragen: Quo vadis Deutschland?

Deutschland feiert seinen „Nationalfeiertag“. Doch da stockt schon der Atem: „national“ – geht das überhaupt? Ist das nicht schon rechts und radikal; bestimmt aber diskriminierend – oder? Was 1989 und 1990 für die Deutschen in Ost und West so hoffnungsvoll begann, sehen viele Zeitgenossen im Merkel-Land inzwischen als „DDR 2.0“.

„Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen.“ Das erklärte Johann Wolfgang von Goethe im Blick auf die Kanonade von Valmy mit dem Sieg der französischen Revolutionsarmee über die preußisch-österreichischen Truppen 1792. Damit bewies der deutsche Dichter ein Gespür für den Anbruch einer neuen Zeit in Europa. Am Ende waren es Napoleons Armeen, die Europas Landkarte und Gesellschaften bleibend veränderten. Es war eine Neuordnung des Kontinents mit Tränen und Blut, mit Kanonen und Krieg.

Wer älter als dreißig Jahre ist, kann Goethe zitieren und denselben Satz verwenden. Wobei im Rückblick auf 1989 ergänzt werden muss: Europas Ordnung änderte sich ohne Blutvergießen und Tote. Vor allem Deutschland erlebte im Herbst 1989 eine friedliche Revolution. Höhepunkt war sicher der Mauerfall am 9. November in Berlin. Der 3. Oktober 1990 wurde zum Geburtstag des vereinigten Landes, der „Tag der Deutschen Einheit“.

Eine der mörderischsten Grenzen auf der Erde war durch eine friedliche Revolution überwunden worden. Das hatte die Welt noch nicht gesehen. Und so etwas ist hernach bis heute nirgendwo wieder gesehen worden. Ein Wunder vor unseren Augen. Gott hatte Deutschland sichtbar begnadigt und neu gesegnet. Aktuell müssen wir fragen: Deutschland, wohin geht die Reise?

Glaubenslied

  1. Wach auf, wach auf, du deutsches Land, du hast genug geschlafen.
    Bedenk, was Gott an dich gewandt, wozu er dich erschaffen.
    Bedenk, was Gott dir hat gesandt und dir vertraut, sein höchstes Pfand;
    drum magst du wohl aufwachen.
  2. Gott hat dir Christum seinen Sohn, die Wahrheit und das Leben,
    sein liebes Evangelion aus lauter Gnad gegeben:
    denn Christus ist allein der Mann, der für der Welt Sünd gnug getan,
    kein Werk hilft sonst daneben.
  3. Du solltest bringen gute Frucht, so du recht gläubig wärest,
    in Lieb und Treu, in Scham und Zucht, wie du solchs selbst begehrest,
    in Gottes Furcht dich halten fein und suchen Gottes Ehr allein,
    dass du niemand beschwerest.
  4. Gott warnet täglich für und für, das zeugen seine Zeichen,
    denn Gottes Straf ist vor der Tür;
    Deutschland, lass dich erweichen, tu rechte Buße in der Zeit,
    weil Gott dir noch sein Gnad anbeut und tut sein Hand dir reichen.
  5. Das helfe Gott uns allen gleich, dass wir von Sünden lassen,
    und führe uns zu seinem Reich, dass wir das Unrecht hassen.
    Herr Jesu Christe, hilf uns nu und gib uns deinen Geist dazu,
    dass wir dein Warnung fassen.

Im 16. und 17. Jahrhundert entstanden Lieder und Choräle, die der geistlichen und der politischen Erneuerung des innerlich geschwächten Deutschlands dienen sollten. Der Thüringer Johann Walter (1496-1570), Hofkomponist Friedrichs des Weisen, Gründer der ersten stadtbürgerlichen Kantorei Deutschlands (1525, Torgau) und Mitarbeiter Luthers an der "Deutschen Messe", schuf in diesem Sinne den auf einem fliegenden Blatt des Jahres 1561 erstmals schriftlich bezeugten nationalen Aufruf "Wach auf, wach auf, du deutsches Land".

September 2019 ©Egmond Prill – Alle Rechte vorbehalten.
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