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„Ratten“ und die CDU

Es ist seit Jahren eine gängige Masche der Linksextremisten von „Rattenfängern“ zu sprechen, um Andersdenkende zu diffamieren. Inzwischen ist in Lehrbüchern und so genannten Qualitätsmedien ebenso oft von „Rattenfängern“ die Rede, meist noch mit den Zuworten „braun“ oder „rechts“, um die Grässlichkeit zu verstärken. Doch was wird eigentlich gesagt?

Beim „Rattenfänger“ denkt manch einer an die Sage aus Hameln. Mit buntem Rock und verlockenden Flötentönen entführte selbiger die Kinder der Stadt und verschloss sie auf Nimmerwiedersehen in einem Berg. Vorausgegangen war, dass der Rattenfänger in der Tat die Stadt Hameln von einer Rattenplage erlöste, indem er mit Flötentönen die gefährlichen Nager in die Weser lockte, wo sie ersoffen. Soweit so gut, die Sage vom Rattenfänger.

Mir steht ein Film vor Augen: Das national-sozialistische Machwerk „Der ewige Jude“ aus der untersten Schublade der Rassenideologie. Gezeigt werden neben Szenen aus polnischen Ghettos schließlich Scharen von Ratten, die Seuchen und Krankheiten verbreiten, Nahrungsmittel und die Gesellschaft zerstören. Gemeint aber sind Menschen, Juden. Juden, die als angeblich gefährliche Rasse die Völker unterwandern und Gemeinwesen zerstören. Die furchtbare Folge solcher Hetze war der Holocaust, der Massenmord, Auschwitz.

Im Internetportal phdn.org heißt es: „‘Der ewige Jude‘ gilt heute als Paradebeispiel audiovisueller Manipulation. Joseph Goebbels sah ihn selbst an sein ‘propagandistisches Meisterstück‘ an…Der absurde Vergleich von Juden und Ratten bildet einen der Höhepunkte des Filmes.“

Wenn nun die heutigen nationalen, internationalen Sozialisten von „Rattenfängern“ sprechen, geht es genau um diesen Zusammenhang: Anderen Menschen und Andersdenken das Menschsein zu nehmen. Denn die angeblich rechten „Rattenfänger“ fangen keine Ratten, sondern unbequemes Wahlvolk, Menschen eben. Menschen mit ungewünschten Ansichten sind „Ratten“, gefährliches Viehzeug, das mit allen Mitteln bekämpft und ausgerottet werden muss. Wenn nun eine ehemalige Ministerpräsidentin aus dem Saarland, genau dieses Klischee bedient, dann ist das - Nazi-Sprache und Nazi-Ideologie! Die neue CDU-Generalsekretärin schlägt wild um sich, als sie zu Beginn einer CDU-Aktionswoche gegen Antisemitismus über Rechtspopulisten und Nazis schwadroniert und eigentlich die frei gewählten Politiker der „Alternative für Deutschland“ treffen will:

„Diese Leute sind eine Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland. Die Rattenfänger der AfD laufen durch unser Land und versprechen, jüdisches Leben schützen zu wollen. Dabei gibt es in ihrer Partei an allen Ecken und Enden Antisemitismus.“ (BamS 27. Mai 2018)

Die angeblichen „Rattenfänger“ der AfD fangen sich ihre über sechs Millionen Wähler bei der Bundestagswahl demnach nicht unter Menschen, sondern unter „Ratten“. Mehr Menschenverachtung geht nicht. Eigenartig übrigens, die meisten dieser „Rattenfänger“ waren bis vor kurzem renommierte Mandatsträger der CDU. Denken wir an den CDU-Staatssekretär Alexander Gauland, den CDU-Stadtkämmerer Albrecht Glaser, den CDU-Wirtschaftsrat Manfred Mattis, den CDU-Politiker Malte Kaufmann, den CDU-Politiker Maximilian Krah und viele andere.

Jedes zehnte AFD-Mitglied war zuvor in der CDU aktiv – alles „Ratten“? So gesehen war die CDU zuvor von „Ratten“ durchsetzt wie keine andere Partei. Wer hätte das gedacht. Doch halt: Aus der anderen GroKo-Partei sind auch Politiker zur AfD gegangen. Kay Gottschalk war Mitglied der SPD, ebenso Guido Reil, der Gewerkschafter aus dem Ruhrpott. Allesamt „Rattenfänger der AfD“ oder selber „Ratten“, Frau Kramp-Karrenbauer? Von den Wählerinnen und Wählern ganz zu schweigen, alles „Ratten“? „Der ewige Jude“ lässt grüßen anlässlich der CDU-Aktionswoche zum Antisemitismus! Mehr Menschenfeindlichkeit geht nicht.

Und das in der „C“-Partei! Hatte nicht kürzlich erst wieder der CDU-Fraktionsvorsitzende im Bundestag das angeblich „christliche Menschenbild“ beschworen und selbiges tongewaltig Alice Weidel von der AfD vorgehalten? Sie hatte im Zusammenhang der Asylproblematik und Masseneinwanderung von Kopftuchmädchen gesprochen.

Übrigens: Selten sah ich mehr Israelfahnen als bei Veranstaltungen der AfD und Spaziergängen von Pegida. Auf der Wahlparty der CDU nach der Bundestagwahl 2013 war es Angela Merkel höchst selbst, die sogar eine kleine Deutschlandfahne vom Podium verbannte.

Juni 2018 ©Egmond Prill – Alle Rechte vorbehalten.
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